Ambulante flexible Hilfen

Die Ambulanten flexiblen Hilfen (Flex) unterstützen die akute Krisenbewältigung in der Familie, aktivieren bzw. nutzen die Ressourcen der Personen, die zum erweiterten System der akut „betroffenen“ Personen gehören und arbeiten sowohl aufsuchend vor Ort (lebens- und sozialraumorientiert) als auch in den Räumen des GTi in Oberhausen (Rheinland) und Mülheim an der Ruhr.

Neben frei verhandelten Fachleistungsstunden (FLS) hat die Flex Module entwickelt, um verschiedene Hilfeformen konkreter darstellen zu können:

10 Leistungsmodule der Flexiblen Hilfen des GTi

Das Ziel: Flexible Hilfen stärker am individuellen Bedarf orientieren und fachlich transparent gestalten. Die Leistungsmodule sind inhaltlich auf konkrete Fragestellungen bezogen und können nach Bedarf einzeln oder in Kombination mit anderen Hilfeformen eingesetzt werden.  Dabei gilt ein klar definierter Leistungsumfang. Weiterhin besteht selbstverständlich die Möglichkeit mit einem vereinbarten Stundenumfang und individuell abgesprochenem Zielhorizont für Familien tätig zu werden.

  1. GEFÄHRDUNGSEINSCHÄTZUNG NACH § 8a SGB VIII
    Die ausgebildete Fachkraft erarbeitet eine Risikoabschätzung unter Berücksichtigung der aktuellen Belastungsfaktoren und familiären Ressourcen. Abschließend erfolgt eine ausführliche Dokumentation mit einer fundierten Empfehlung, die mögliche entwicklungsrelevante Prozesse in der Familie berücksichtigt. (Durchführung der Abklärung : 25 FLS)
  2. PÄDAGOGISCHES ANWENDUNGSTRAINING
    Eltern sollen in die Lage versetzt werden in für sie kritischen und sehr belastenden Erziehungssituationen sicher und eigenverantwortlich handeln zu können. Durch Anleitung, Intervention und Reflexion vor Ort werden im Alltagsrahmen der Familie deeskalierende und entlastende Verhaltens- und Einstellungsänderungen eingeübt. (3 Monate / 12 FLS pro Monat)
  3. CLEARING
    Ziel ist die Abklärung spezifischer Fragestellungen, vor allem unter Berücksichtigung der familiären Situation von Kindern und Jugendlichen. Die fallführende Fachkraft erhält eine umfassende Dokumentation, sowie eine detaillierte Empfehlung bezüglich der Auftragsfrage. (3 Monate / 20 FLS pro Monat)
  4. SCHULISCHE RE – INTEGRATION
    Die Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und dem Kind/Jugendlichen wird aktiv gefördert. Gemeinsam werden schulische Perspektiven erarbeitet, die aus Sicht der Beteiligten umsetzbar sind. Besondere Bedeutung wird dabei auf einen schrittweisen Aufbau schulischer Motivation gelegt. (6 Monate / 25 FLS pro Monat)
  5. KRISENINTERVENTION BEI FAMILIÄREN PFLEGEVERHÄLTNISSEN
    Auch in familiären Pflegeverhältnissen treten Konflikte auf, die ein weiteres Zusammenleben gefährden können. Um eine Herausnahme des Pflegekindes zu vermeiden, wird für einen definierten Zeitraum eine intensive Begleitung bzw. Unterstützung der Familie angeboten. (6 Monate / 20 FLS pro Monat
  6. SYSTEMISCHE FAMILIENTHERAPIE / -BERATUNG
    Ziele sind nachhaltige Problemlösungen in Familiensystemen, Stärkung von Zusammenarbeit und eine Verbesserung der familiären Kommunikation. Das optional aufsuchende Angebot richtet sich besonders an Multiproblemfamilien, die sich zunehmend in kritischen Entwicklungskreisläufen befinden. Unter Beibehaltung größtmöglicher Verantwortlichkeit der Familie werden konkrete
    Veränderungen angestrebt. ( 10 Sitzungen á 2,5 FLS )
  7. KINDLICHE ENTWICKLUNGSRISIKEN BEI TRENNUNG/SCHEIDUNG
    Die Eltern sollen in die Lage versetzt werden, trotz eigener Trennungsdynamik die kindlichen Grundbedürfnisse wahrnehmen und im gemeinsamen Alltag berücksichtigen zu können. Gleichzeitig werden die Bewältigungsversuche des Kindes aktiv unterstützt. Bei Bedarf wird eine Mediation angeboten. (6 Monate / 16 FLS pro Monat)
  8. BEGLEITUNG VON UMGANGSKONTAKTEN
    Trennung und Scheidung sowie psychische Erkrankungen von Eltern führen immer häufiger dazu, dass der Kontakt zwischen Eltern und Kindern kurz- bzw. mittelfristig im Rahmen von begleiteten Umgangkontakten stattfinden muss. Der Schutz des Kindes während der Kontakte und die Einhaltung von bestehenden Auflagen und Absprachen werden gewährleistet. Darüber hinaus stehen die Reflexion der Umgangsqualität zwischen Eltern und Kind und die Vor- und Nachbesprechungen der Kontakte im Mittelpunkt der Hilfe. (Umfang der Hilfe gemäß Absprache)
  9. STABILISIERUNG DER ERZIEHERISCHEN KOMPETENZ VON
    PSYCHISCH ERKRANKTEN ELTERN
    Auch psychisch erkrankte Eltern bleiben in ihrer erzieherischen Verantwortung. Eltern werden dabei unterstützt, ihren Kindern einen entwicklungssichernden Rahmen geben zu können. Ergänzend hierzu ist die Enttabuisierung und Loslösung von Schuldgefühlen innerhalb des familiären Systems ein wichtiges Element der Beratungsarbeit. (6 Monate / 16 FLS pro Monat)
  10. RE-INTEGRATION NACH §§ 33, 34, 37 SGB VIII
    Die Absicherung eines Reintegrationsprozesses ist ein begleitendes Angebot an Eltern und Kinder/Jugendliche für die Zeit nach einer stationären Unterbringung. Die Hilfe beginnt in der Regel 3 Monate vor einer geplanten Entlassung und endet 6 Monate nach Beendigung der stationären Hilfe. Konflikte, Fragen und Probleme, die in dieser sehr sensiblen Phase der familiären Neujustierung auftreten, werden gezielt aufgegriffen und lösungsorientiert bearbeitet. Ziel ist der zukünftige Verbleib in der Familie. (3 + 6 Monate / 16 FLS pro Monat)

Unsere Leistungsbeschreibung finden Sie hier, und
unsere Konzeption hier.

Ambulante flexible Hilfen (Flex)
Blücherstraße 78
46045 Oberhausen
T: 0208-85076-17
F: 0208-85076-800
flexible.hilfe@gti-ob.de